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	<title>SERVICE BLOGGER</title>
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	<description>PERSÖNLICHE MARKENERLEBNISSE MIT UNTERNEHMEN UND PRODUKTEN</description>
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		<title>Zwischen Himmel und Hölle: Erlebnisse mit der Deutschen Telekom</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 09:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anhand der Anzahl meiner Umzüge könnte man meinen, es sei ein Hobby von mir. Allein innerhalb von eineinhalb Jahren habe ich dreimal den Sitz meines Büros in Berlin geändert. Helas, es dauert halt manchmal, bis man seinen Platz findet. Dabei habe ich einen absoluten Horror vor Umzügen aufgrund des ganzen Technikaufwandes, der jedes Mal entsteht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anhand der Anzahl meiner Umzüge könnte man meinen, es sei ein Hobby von mir. Allein innerhalb von eineinhalb Jahren habe ich dreimal den Sitz meines Büros in Berlin geändert. Helas, es dauert halt manchmal, bis man seinen Platz findet. Dabei habe ich einen absoluten Horror vor Umzügen aufgrund des ganzen Technikaufwandes, der jedes Mal entsteht. Zumal man den Eindruck hat, man kann bei Telekommunikationsanbietern nur zwischen den kleineren Übeln auswählen. Insofern entschied ich mich bislang bei der Deutschen Telekom zu bleiben. Auch, weil ich durchaus anerkenne, dass sich eine Menge in Sachen Kundenservice getan hat. Dennoch musste ich beim letzten Umzug feststellen, dass es ein Vabanquespiel ist, ob man ein positives Markenerlebnis beim Service der Deutschen Telekom erlebt oder das absolute Trauma.<br />
Aber von Anfang an. Ich dachte mir mal: Ich mache es der Telekom einfach – obwohl das ja eigentlich umgekehrt sein sollte. Ich bestellte für mein neues Büro alles genauso wie im letzten Büro: ISDN, schnelle Internetleitung, WLAN – das ganze Package.<br />
Der Techniker war für den Tag des Einzugs im Büro bestell. Alles bene bis 3 Tage vor Umzug. Denn die notwendigen Geräte waren nicht im Büro angekommen. Erster Anruf bei der Hotline: Pech, DHL hatte mich angeblich nicht gefunden, obwohl ich schon fett am Briefkasten und Eingangsschild prangte. Also waren die Geräte wieder zurückgegangen. So kam zwar der Techniker, um das Telefon freizuschalten, aber der Internet-Zugang konnte nicht eingerichtet werden. Darüber hinaus stellte sich heraus, dass der Kundenbetreuer einen Analog-Anschluss in den Vertrag geschrieben hatte und nicht wie gewünscht ISDN. Das bedeutete, dass mein ISDN Telefon natürlich nicht funktionierte.<br />
<a href="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/08/Büro.jpg"><img src="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/08/Büro-300x225.jpg" alt="" title="Büro" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-168" /></a></p>
<p>Der zweite Techniker für die Internet-Einrichtung war für 2 Tage später bestellt, da man davon ausging, dass DHL 5 Tage brauchte, um das Paket erneut auszuliefern – eine unglaubliche logistische Meisterleistung innerhalb von Berlin. Einen Tag bevor der Techniker kommen sollte, waren die Geräte noch nicht da. Also erneuter Anruf bei der Telekom und Verschiebung des Termins auf 5 Tage später – sicherheitshalber. 2 Tage später bekam ich einen Brief von der Telekom, wo man bedauerte, dass ich meinen Auftrag storniert habe. Ich rufe also erneut bei der Hotline an, um klarzustellen, dass der Auftrag natürlich besteht und nur der Technikertermin storniert <span id="more-167"></span>wurde. Ok, die Telekom stornierte die Stornierung.<br />
Am gleichen Tag erhalte ich von einem Callcenter im Auftrag der Telekom einen Anruf zur Kundenzufriedenheit mit dem Techniker. Also, ich finde es ja prima, dass die Telekom, Befragungen macht, das Problem ist jedoch, dass es keine qualitative Befragung ist. Das Mädel am Telefon war von der Stimme und Verhalten her gefühlte 12 oder 13. Sie ratterte ihre Fragen runter in einem Tempo, dass ich nach der dritten Antwortmöglichkeit schon nicht mehr wusste, was die erste ist, geschweige denn um welche Frage es ging. Hinzu kam, dass ich nicht wirklich nach Standard-Fragebogen antworten wollte und konnte, denn natürlich war die Arbeit des ersten Technikers ok gewesen, nicht aber die Gesamtdienstleistung der Telekom mit den ganzen Pannen zwischendurch. Das wollte das Mädel aber nicht hören, sondern las einfach ihren Fragebogen weiter runter. Liebe Telekom, wie wäre es damit, nicht den billigsten, sondern einen guten Befragungsservice zu engagieren wie zum Beispiel das Nürnberger Unternehmen Sellbytel?<br />
Inzwischen war ich nur arbeitsfähig, weil ich mich über das Netz meiner Bürogenossen einwählen konnte, sonst wäre ich trotz akribischer Vorbereitung des Umzugs 10 Tage nicht im Business gewesen.<br />
3 Tage vor dem nächsten Technikertermin war das Paket mit den Gerätschaften immer noch nicht da, ich wurde wieder nervös. Man fragt sich schon, wo die DHL innerhalb einer Stadt 8 Tage mit einem Telekom-Paket rumfährt. 2 Tage vor dem Technikertermin kam das Paket, allerdings nicht wie bestellt und von der Telekom bestätigt an die Büroadresse, sondern an meine Privatadresse. Dennoch war ich glücklich. Das Paket bedeutete meinen endgültigen Anschluss an die schnelle Internetleitung.<br />
Am nächsten Morgen kam der Techniker. Besprochen, bestellt und von der Telekom bestätigt war, dass ein Anschluss von einem Zimmer ins nächste gelegt werden musste. Als der Techniker kam, lamentierte er jedoch erstmal eine halbe Stunde darüber, dass diese Dienstleistung gar nicht von der Telekom ausgeführt würde. Dafür müsse man andere Firmen holen, er dürfe das auch nicht – bla bla bla. Meine Laune sank rapide. Ich rief schließlich meine Vermieter an, die dem Telekom-Mann, nachdem er ungefähr nochmal eine knappe halbe Stunde mit seinem Vorgesetzten telefoniert hatte, dann persönlich grünes Licht geben mussten, damit dieser den Anschluss verlegte. Wir rückten für ihn noch Möbel weg, legten die Kabelschächte frei, damit er – immer noch lamentierend, dass dies alles eigentlich nicht seine Aufgabe sei – endlich mal loslegte.<br />
Zweieinhalb Stunden später war die Leitung verlegt, just das Internet wollte nicht funktionieren. Das dauerte dann nochmal zwei Stunden. Dabei verspricht uns doch die Werbung immer, dass alles so einfach sei.<br />
Gut, also Internet läuft. Telefon geht, wenn auch nur analog und ich jetzt nur hoffen kann, das ISDN-Telefon zurückgeben zu können.<br />
In der Zwischenzeit kam wieder ein Brief, wo irgendeine Stornierung bestätigt wurde, was mich wieder massiv verunsicherte und zu erneuten Gesprächen mit der Hotline führte.<br />
Darüber hinaus musste ich am Wochenende feststellen, dass plötzlich mein WLAN zu Hause nicht mehr funktioniert. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte….<br />
Fazit: Richtig gut organisiert ist der Prozess bei der Telekom nicht, es knatscht an zu vielen Stellen, was natürlich dazu führt, dass sämtliche Vorurteile, die sowieso in der Bevölkerung kursieren, bestätigt werden. Sehr viel getan hat sich bei der Kundenbetreuung, wenn es um An- und Ummeldung geht, Probleme zu klären etc. In diesen Bereich hat die Telekom offensichtlich in qualitative Beratung investiert. Diese Gespräche hinterließen bei mir einen Top-Eindruck, allerdings muss natürlich das Ziel sein, diese Gespräche gar nicht führen zu müssen. Die Zwischendurch-Befragung nach meiner Zufriedenheit mit dem Techniker war eine absolute Farce, einfach nur ärgerlich, zeitraubend, unprofessionell, statisch und nicht dialogorientiert und damit nicht auf annähernd auf dem Stand, wie man heute mit Kunden spricht. Was die Techniker angeht, sieht man eindeutig den Generations-Gap. Die jüngeren Mitarbeiter sind sehr kundenorientiert und auf Zack. Wenn man aber das Pech hat auf jemand zu stoßen, der den Job seit 40 Jahren macht und eine elende Beamten- und Problematisierungsmentalität an den Tag zu legen – wie das bei meinem zweitenTechniker der Fall war – ist man verloren und nahe am Rande des Nervenzusammenbruchs. Alles in allem hat mich der Umzug locker 2 komplette Arbeitstage gekostet (sic!). Dabei wollte ich doch nur 1 zu 1 das gleiche Paket wie im vorherigen Büro.</p>
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		<title>Fun Factory: Gibt es eine Chance auf Sex in the City?</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 14:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie heißen „Dinky Digger“ oder „Patchy Paul“ und sind keine Pornostars, zumindest nicht vordergründig. Sie sind Dildos in Quietschfarben und mitunter merkwürdig anmutenden Formen und eine Erfindung von Fun Factory, dem Bremer Hersteller für Erotikspielzeug, nach eigenen Angaben sogar der größte in Europa.
Seit man jede Woche in irgendwelchen Gazetten lesen kann, dass Posh und Beckham [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie heißen „Dinky Digger“ oder „Patchy Paul“ und sind keine Pornostars, zumindest nicht vordergründig. Sie sind Dildos in Quietschfarben und mitunter merkwürdig anmutenden Formen und eine Erfindung von<a href="http://www.funfactory-store.de"> Fun Factory</a>, dem Bremer Hersteller für Erotikspielzeug, nach eigenen Angaben sogar der größte in Europa.<br />
Seit man jede Woche in irgendwelchen Gazetten lesen kann, dass Posh und Beckham und Brangelina gerne oft und viele Sextoys einkaufen, haben diese weitestgehend ihren Schmuddelcharakter verloren. „Patchy Paul“ soll schon über eine Millionen Mal geordert worden sein und dokumentiert damit eine ganz eigene Erfolgstory Made in Germany. Ob dies auf eine gewisse Sexmüdigkeit von deutschen Männern hindeutet, so dass Frauen mit dem Zauberstab selbst für ihr Wohlbefinden sorgen müssen, sei mal dahingestellt.<br />
Bis vor kurzem gab es die Spielzeuge, die eher wie überdimensionale Haribos aussehen nur online zu bestellen. Seit Frühsommer 2010 gibt es direkt mitten in der Touristikmeile vom Berliner Hackeschen Markt einen sogenannten Flagship-Store von Fun Factory. </p>
<p><a href="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/08/Funfactory.jpg"><img src="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/08/Funfactory-300x225.jpg" alt="" title="Funfactory" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-163" /></a></p>
<p>Gestaltet vom berühmt-berüchtigten Designer Karim Rashid, der über das Unternehmen in der WamS sagte, sie hätten den Markt verändert, indem sie Sextoys zu einer Art demokratischen Kunstobjekten gemacht haben. Nun ja, mein Kunstgeschmack ist dann doch erheblich anders, aber hier soll es ja um Markenerlebnisse und Service gehen und so war ich natürlich sehr gespannt, ob es Fun Factory schafft, mit dem Shop eine Supererfahrung von Sex in the City zu kreieren.<br />
Der Laden wird beherrscht von großen Fenstern, jeder kann raus-, aber eben auch reingucken. Verstecken gilt also nicht, es gibt keine Plastikvorhänge wie in Beate Uhse-Shops am Flughafen, wo Käufer in die Anonymität verschwinden können. Wer zur Fun Factory geht, steht dazu, dass sie oder er – vermutlich auch gerne – Sex hat und durch ein paar Produkte das Betterlebnis noch aufpimpen will. Aufgereiht stehen die verschiedenen Dildos vor einem, eine verkaufstüchtige Hilfskraft erklärt, was denn die Produkte so draufhaben. Das klingt allerdings in dem meisten Fällen wenig anregend, sondern eher nach Beschreibungen von Küchengeräten. Überhaupt passt das Verkaufspersonal gemessen an Klamotten und Umgangsformen eher in eine etwas runtergekommene Berliner <span id="more-161"></span>Kneipe als in einen Verkaufsraum, der eine selbstverständliche Sinnlichkeit und Erotik ausstrahlen soll.<br />
Ich schaue mir ein rosa Produkt an, das für mich aussieht wie eine Kinderrassel, sich aber als Lovering mit Flügeln entpuppt. Hm, ich kann mir allerdings kaum vorstellen, dass ich mit so einem Ding bei einem Mann punkten könnte und wollte. Ich bin dann wohl doch eher der Typ von einfach und effizient. Im ersten Stock gibt es weitere Produkte und eine Lounge mit Coffeebar, die allerdings irgendwie verlassen wirkt (auch bei den drei weiteren Probebesuchen). Ich frage nach Büchern, DVDs, die Auswahl ist eingeschränkt mit der Begründung, dass es nur wenige frauenfreundliche Filme geben würde. Aber selbst die haben sie nicht vorrätig. Schade eigentlich, also muss man doch hierfür wieder aufs Internet ausweichen. Ich bin auch nicht sicher, ob man bei der Fun Factory wirklich Überblick über die mittlerweile recht große Auswahl an Pornos hat, die auch von Frauen geguckt werden.<br />
Meine uneingeschränkte Begeisterung genießt die Dessous-Abteilung, die als kleines Boudoir gestaltet ist und in der man sich ungesehen von draußen umsehen kann. Hier findet man anspruchsvolle Marken wie „Undressed“ und „Maison close“, die man nicht so häufig in Deutschland kaufen kann. Vor allem in der Dessous-Abteilung löst sich für mich das Markenversprechen an stilvolle und gleichzeitig kinky Erotik ein. Bei der Eröffnung des Shops wurden Veranstaltungen wie Lesungen und erotische Kunstausstellungen angekündigt, von denen ich bislang nichts mitbekommen habe.<br />
Wenn die Bremer wollen, dass ihr Shop mehr als nur ein eine kurze Stipvisite von Neugierigen hervorrufen soll, werden sie mehr bieten müssen. So wäre eine Kooperation etwa mit dem Berliner Erotik-Guide <a href="http://www.verfuehrer-berlin.de">„Verführer“</a> eine Maßnahme, dem ganzen Konzept mehr Leben einzuhauchen. „Verführer“-Macherin Stephanie Schneider hat schon bewiesen, dass sie viele gute Ideen hat, um die schmale Gradwanderung zwischen dirty und sozial akzeptierter Erotik erfolgreich umzusetzen. Auch ein Besuch in der Berlin-Mitte-Nachbarschaft von Claudia Kleinerts tollem Dessous-Laden <a href="http://www.blush-berlin.de">„Blush“</a> könnte den Norddeutschen Erotikmachern helfen, Anregungen zu bekommen, wie man durch gutes Styling und eine rigide Auswahl von Verkäuferinnen auf die eigene Erotikmarke noch zusätzlich einzahlen kann.<br />
Fazit: Schön, dass durch Fun Factory Erotik Toys raus aus der Schmuddelecke kommen und besonders für Frauen ein Ambiente kreiert wurde, in dem diese sich wohlfühlen. Schade ist aber, dass der Shop bislang eher wie eine durchdesignte Erotik-Ausstellungshalle wirkt. Ob man so Kunden gewinnt und bindet, wage ich zu bezweifeln.<br />
Ich erinnere mich jedenfalls mit Freude an die lockere und lustvolle Atmosphäre von <a href="http://erotischesfuerfrauen.de">„Inside her“</a>, dem ersten Erotikshop für Frauen, den es nach wie vor in Frankfurt in der Nähe der Zeil gibt. Die fabelhafte Sandra Maravolo schafft es einfach, eine unverkrampfte Atmosphäre zu schaffen, in der es knistert, ohne peinlich zu werden. Und das ist das Minimum an Benchmark für einen Erotikshop à la Sex in the City.</p>
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		<title>Clärchens Ballhaus: Der Berliner Ort für demokratisches Ausgehen</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 12:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer wie ich nicht mehr zu den jungen Hüpfern gehört – übrigens Gott sei Dank -, tut sich mitunter schwer, einen netten Platz zum Tanzen zu finden. Einen Ort also, wo man nicht als vermeintliche Oma von der Tanzfläche geschubst wird, einem wegen zu lauter Technomusik fast das Trommelfell platzt oder man auf dem Weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer wie ich nicht mehr zu den jungen Hüpfern gehört – übrigens Gott sei Dank -, tut sich mitunter schwer, einen netten Platz zum Tanzen zu finden. Einen Ort also, wo man nicht als vermeintliche Oma von der Tanzfläche geschubst wird, einem wegen zu lauter Technomusik fast das Trommelfell platzt oder man auf dem Weg zur Toilette über mit Drogen vollgepumpte Gestalten steigen muss. Da lobe ich mir doch <a href="http://www.ballhaus.de" target="_blank">Clärchens Ballhaus</a>, jene Institution in Berlin Mitte, die Ausgehen absolut demokratisch macht. Von 20 bis 70 Jahren trifft sich hier ein Publikum, was garantiert nicht cool sein will, sondern einfach kommt, um zu tanzen und Spaß zu haben. Seit Jahren legen DJs am Wochenende die größten Dance-Kracher der vergangenen Zeit auf – von Abba über Bee Gees, Rock’n Roll, Amy Winehouse bis hin zu Schmachtschlagern der 60ziger. Eine Mischung, die genauso eklektisch ist wie die Gästeschar. Pärchen jeden Alters versuchen sich mit Standardtänzen, mal mehr oder minder gelungen, was aber hier keinen wirklich interessiert. Denn man befindet sich in keinem Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit, was den Laden unglaublich entspannt und auf sympathische Weise altmodisch macht. Frauen tanzen alleine oder zu zweit oder</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/8Y_ubWH3bDU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/8Y_ubWH3bDU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>lassen sich auch mal gerne antanzen. Hier gibt es ihn noch – mitten im vermeintlich coolen Mitte-Milieu – den altmodischen Flirt, der bei einem Lied beginnt, das alle mitgrölen können und von den Stühlen reißt. Um 22 Uhr ist die Hölle los auf der Tanzfläche, Fleisch reibt sich an Fleisch, jeder pflegt seinen eigenen Tanzstil. Hübsch zurecht gemachte Frauen bewegen sich ekstasisch neben Menschen in schlichtem T-Shirt und Jeans. Bei Männern mittleren Alters sind im Sommer weiße Hosen beliebt, manchmal einen Tick zu durchsichtig oder zu eng oder beides auf einmal. Auch das ist am Ende völlig egal genauso wie das zu enge Tigershirt der Dame in den 50zigern, die sich völlig versunken zu<span id="more-154"></span> Kim Carnes 80ziger-Jahre-Hit „Bette Davis Eyes“ bewegt.<br />
Da ist der Mann mit dem Hut, der fast zwei Stunden ohne Unterbrechung vor allem seine Beine schwingt wie wir das sonst nur von Schmidtchen Schleicher kannten. Zwei Freundinnen, die ihre schönsten schwingenden Kleider aus dem Schrank hervorgeholt haben und nun mit sehnsuchtsvollen Augen ihre Runden auf den Holzdielen von Clärchens drehen. Oder das Pärchen im mittleren Alter, das ganz alte Tanzschule, zu jedem Hit eine andere Standardvariante zum Besten gibt. An unserem Tisch landet ein Pärchen aus Hamburg, das von Clärchens gehört hatte und den Wochenendbesuch damit abrundet.<br />
Bei einfachen, ehrlichen und bezahlbaren Speisen gibt es schon früh etwas zu gucken, denn hier wartet keiner, dass die Party erst um Mitternacht losgeht. Um 20h30 ist das Ballhaus bereits gut gefüllt und die ersten gehen direkt auf die Tanzfläche. Bei Rotkäppchen-Sekt, den man ehrlicherweise nur an diesem Ort aushält, kann man glotzen, mitsingen, schunkeln und natürlich tanzen bis zum Umfallen.<br />
Übrigens gibt es einmal im Monat einen Abend, wo sich Menschen mit gebrochenen Herzen treffen, um vielleicht beim Tanzen jemand zu finden, der die Wunden heilt. Auch das ist eine wunderbar altmodische Idee, nach der wir letztlich aber alle gieren. Denn bei Clärchens gibt es sie noch, die überall vermisste Menschlichkeit, die Einfachheit der Begegnung, das unverbindliche Plaudern, aus dem auch mehr werden kann. Hier darf jeder sein, wie er ist und dass das Clärchens möglich macht, ist vermutlich der beste Service, den man in Mitte beim Ausgehen bekommen kann.</p>
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		<title>Wie die Deutsche Telekom einer 80zig jährigen einfach den Anschluss kappte</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 08:24:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir wissen, es ist einfach über die Service-Qualität von Unternehmen wie Deutsche Bahn, Post und Telekom zu rotzen. Deswegen vermeiden wir das und berichten „nur“ über Ausreißer, die leider dann doch immer wieder die Vorurteile bestätigen.
Bei Tarifen und Service der Deutschen Telekom hat sich schon eine Menge getan und es ist auch klar, dass es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wissen, es ist einfach über die Service-Qualität von Unternehmen wie Deutsche Bahn, Post und Telekom zu rotzen. Deswegen vermeiden wir das und berichten „nur“ über Ausreißer, die leider dann doch immer wieder die Vorurteile bestätigen.<br />
Bei Tarifen und Service der Deutschen Telekom hat sich schon eine Menge getan und es ist auch klar, dass es Zeit braucht, so einen Moloch von Unternehmen neu auszurichten. Aber wir glauben auch, dass man an den Details ablesen kann, wie das große Ganz funktioniert oder eben auch nicht.<br />
Heute berichte ich über einen ganz persönlichen Fall. Meine Mutter, vor ein paar Monaten 80 geworden, zieht in wenigen Wochen aus ihrem Haus aus. Im Zuge des kommenden Umzugs haben wir ihren Telekom-Festanschluss präzise zum Tag des Auszugs gekündigt. Was macht die Deutsche Telekom? Sie kappt den Anschluss einfach 2 Wochen vorher. Zwar hat meine Mutter ein Handy, aber die wenigsten Menschen diese <span id="more-150"></span>Nummer. Also rufen wir bei der Telekom an, sie möge die Nummer reaktivieren und erst zum gekündigten Zeitpunkt abhängen. Die Antwort der Telekom lautet, das ginge nicht. Es würde ein paar Tage dauern, den Anschluss freizuschalten (sic!) und dann auch nur mit einer neuen Festnetznummer, was natürlich so überhaupt keinen Sinn macht. Auf die Beschwerde, wie die Telekom dazu komme, einfach den Anschluss an einem anderen Tag auszuknipsen, hören wir lapidar – das kann ja mal passieren.<br />
Nein, liebe Telekom, das kann nicht einfach mal passieren. Und was jetzt passiert: Meine Mutter, die gerne viel und oft telefoniert, wird den nächsten Anschluss nicht bei der Deutschen Telekom nehmen. So einfach ist das. Und einige Familienmitglieder wechseln gleich mit zum anderen Anbieter.<br />
Wir wünschen uns anstatt großer PR-Stories zur Frauenquote der Telekom, dass das Unternehmen erstmal den Service richtig in den Griff bekommt.</p>
<p>Übrigens: In einem zweiten Beschwerdeanlauf unter Androhung von Veröffentlichung des Falls in der Lokalzeitung, zeigte sich dann ein Telekom-Mitarbeiter geschmeidig und entschuldigte sich für den Fehler seines Kollegen. Die Originalnummer wurde noch am gleichen Tag wieder frei geschaltet. Geht also doch, wenn man auf serviceorientierte Mitarbeiter der Telekom trifft, die es Gott sei Dank dann doch irgendwo gibt.</p>
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		<title>Mein schönstes Service-Erlebnis: Tommy Hilfiger</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 13:38:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Frauen sind mitunter undurchschaubare Wesen. Die Mehrheit der Männer wird mir hier zustimmen. Mit Logik ist uns nur ab und zu beizukommen. Vor allem beim Thema Mode setzt – ich gebe es offen zu – auch bei mir öfter mal der Verstand aus. Die Kleiderstangen sind voll, aber jeden Morgen die gleiche quälende Erkenntnis: Oh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen sind mitunter undurchschaubare Wesen. Die Mehrheit der Männer wird mir hier zustimmen. Mit Logik ist uns nur ab und zu beizukommen. Vor allem beim Thema Mode setzt – ich gebe es offen zu – auch bei mir öfter mal der Verstand aus. Die Kleiderstangen sind voll, aber jeden Morgen die gleiche quälende Erkenntnis: Oh Gott, ich habe nichts anzuziehen.<br />
Ich versuche jedoch meine Shopping-Attacken auf ein Minimum zu reduzieren. Ich trainiere meinen Verstand dahingehend, die meisten Impulse und Angebote einfach zu ignorieren und mir stattdessen lieber ein Himbeereis zu gönnen. Window-Shopping ist schon lange als Freizeitaktivität gestrichen, stattdessen packe ich das Wochenende voll mit Tennisstunden, Pilates, Galerie-Cruising und Besuchen im Soho House.<br />
Aber manchmal ist der Wille schwach. Vielleicht liegt es an der aktuellen Hitze, jedenfalls war mein Schutzmechanismus ausgeschaltet, als ein Newsletter von Tommy Hilfiger vor ein paar Tagen in meiner </p>
<p><a href="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/07/Tommy.jpg"><img src="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/07/Tommy.jpg" alt="" title="Tommy" width="116" height="116" class="alignnone size-full wp-image-145" /></a></p>
<p>Inbox landete und „Sales“ ankündigte. Das magische Wort, das sofort alle Frauen zu hysterischen Megashopperinnen werden lässt. Ich klickte sofort auf den Link zur Website und scrollte mich von Angebot zu Angebot. Mein Blick blieb an einem schönen rot-karierten Woll-Cape hängen, mit dem ich mich sofort im Geiste schon lässig über den herbstlichen Kollwitzmarkt flanieren sah. Dass meine Wohnung über 30 Grad hatte und wir mitten im tollsten Hochsommer waren, ignorierte ich.<span id="more-144"></span><br />
Ein Klick und schon landete das Cape im Warenkorb, ebenso wie ein leichtes Sommerkleid im Hippistil, das 50% weniger kostete.  Tommy Hilfiger hat eine der besten Shopping-Websites, die Navigation ist einfach und das Bezahlen noch einfacher. Das klingt banal, aber viele Internet-Shops bekommen einfach keine gute User-Führung hin, so dass viele geplante Käufe vor Abschluss abgebrochen werden. Die Web-Experten von Proximity können davon ein Lied singen.<br />
Sofort nach der Bestellung bekam ich ein Mail mit einer Bestätigung und einer Telefonnummer für weitere Fragen. Irgendetwas war mit der Eingabe meiner Kreditkarte nicht richtig gelaufen, also rief ich die Hotline an. In wenigen Sekunden wurde ich verbunden mit einem sehr netten und kompetenten Betreuer, der so gar nichts mit den üblichen Callcenter-Agenten gemeinsam hatte. Er erklärte mir, dass ich das Geld einfach überweisen könne und schickte mir sofort danach die entsprechenden Daten zu.<br />
Nach 2 Tagen erhielt ich die Bestätigung, dass meine Waren losgeschickt wurden mit einem Link zum Kurierdienst, um den Stand verfolgen zu können. Hätte ich mit Kreditkarte bezahlt, wäre die Ware sogar am gleichen Tag noch rausgegangen. Das Paket kam gestern – große Freude &#8211; , alles passte und entsprach meinen Vorstellungen. Happy, happy.<br />
1 Tag nach Auslieferung erhielt ich eine Mail, wo ich um Feedback gebeten wurde, damit Tommy Hilfiger gegebenenfalls den Service weiter verbessern könne. Von mir bekamen sie die Bestnote. Gute Nutzerführung, gute Darstellung der Kleidung, einfache Handhabung des Bestellvorgangs.  Die Qualität der Ware entsprach meinen Erwartungen, sehr guter Service drumherum, schnelle Warenlieferung und ich werde als Kunde auch noch umgehend nach meiner Meinung gefragt.<br />
Für mich ist daher der Webshop von Tommy Hilfiger mein schönstes Service-Markenerlebnis seit meinem Encounter mit C&#038;A.</p>
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		<title>Querdenken statt Service</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 13:33:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Kunde machte mich vor einiger Zeit auf eine Plattform und ein dazu gehöriges Magazin mit dem Namen Querdenker aufmerksam (http://www.querdenker.de).
Ich kannte weder Plattform noch Magazin, da ich mir aber so ziemlich alles anschaue, bestellte ich ein Probe-Abo der Zeitung. Nur wenige Tage später kam bereits die Rechnung, die ich im guten Glauben vor Lieferung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Kunde machte mich vor einiger Zeit auf eine Plattform und ein dazu gehöriges Magazin mit dem Namen Querdenker aufmerksam (http://www.querdenker.de).<br />
Ich kannte weder Plattform noch Magazin, da ich mir aber so ziemlich alles anschaue, bestellte ich ein Probe-Abo der Zeitung. Nur wenige Tage später kam bereits die Rechnung, die ich im guten Glauben vor Lieferung des ersten Magazins bezahlte. Seitdem hörte ich nie wieder etwas von den Querdenkern beziehungsweise dem Unternehmen ICCOM International Gmbh, das hinter der Querdenker-Community steckt. Auf meine Mail vom 8. Juni , wann denn nun das Magazin, das für Ende Mai angekündigt war, geliefert wurde, bekam ich keine Reaktion. Auch wenn ich nur 28 Euro 90 für das Probe-Abo investiert habe, fühle ich mich klar betrogen. Trotz Bezahlung keine Lieferung.<br />
Auf der Website wird ziemlich viel über Regelbrecher, Mutmacher, ungewöhnliche Denkansätze verfolgen etc. pp. schwadroniert. Anscheinend schließt das alles einen zeitgemäßen Service wie etwa pünktliche Lieferung der angekündigten Ware oder das Beantworten von Emails aus. Das wirft bei mir die Frage auf, ob und wie dieses Businessmodell wohl funktioniert. Vielleicht kennt ja jemand diese Community und kann es mir verraten.</p>
<p>Nachtrag: 10 Tage nach meinem Mail, mit der Frage wann denn nun die Zeitung komme, kam eine Antwort mit Entschuldigung &#8211; akzeptiert &#8211; und der Begründung, dass der Relaunch des Heftes mehr Zeit gebraucht hat und daher die Heftproduktion in zeitlichen Rückstand geraten sei. Ok, das kann passieren, aber gerade dann wäre es wichtig, mit einem kurzen Mail darüber zu informieren. Das Heft ist jetzt für den 28. Juni angekündigt. </p>
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		<title>Soho House bringt erwachsenen Club-Service nach Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 12:14:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die deutsche Journaille von FTD bis Spiegel hat erstmal gemotzt. Erwartet misanthrop wurde die Eröffnung des Londoner Business-Clubs Soho House in Berlin kommentiert. Gerieben hat man sich vor allem daran, dass nicht jeder in den Club kann und an der Klientel &#8211; den „Medienfuzzies“ (Zitty), die sich dort angeblich zuhauf tummeln. Ich empfinde in manchen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Journaille von FTD bis Spiegel hat erstmal gemotzt. Erwartet misanthrop wurde die Eröffnung des Londoner Business-Clubs Soho House in Berlin kommentiert. Gerieben hat man sich vor allem daran, dass nicht jeder in den Club kann und an der Klientel &#8211; den „Medienfuzzies“ (Zitty), die sich dort angeblich zuhauf tummeln. Ich empfinde in manchen Szene-Restaurants in Berlin viel stärker eine geschlossene-Gesellschaft-Mentalität als im Soho House. Der neue Business-Club hat eine sehr lässig-englische Art, mit den Besuchseinschränkungen umzugehen. Praktisch gesehen, kommen fast alle rein. Denn jedes Mitglied kann bis zu drei Gäste pro Besuch mitbringen, das Club-Management verlässt sich auf das Vorselektieren der Gäste durch seine Mitglieder. Und was soll daran falsch sein? Am Ende begegnet man fast jeden Tag/Abend einem anderen interessanten Mix aus Leuten.</p>
<p><a href="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/05/Medienkarte_BlackBerry_pictures_IMG00075.jpg"><img src="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/05/Medienkarte_BlackBerry_pictures_IMG00075-300x225.jpg" alt="" title="Soho House Berlin" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-130" /></a></p>
<p>Ich kannte das Club-Konzept aus London und habe sofort beschlossen, eine Mitgliedschaft zu beantragen, als ich hörte, Soho House kommt nach Deutschland. Für mich ist Soho House die beste Alternative zum Büro. Meine Mitgliedschaft kostet 1200 Euro im Jahr, dafür habe ich Zugang zu allen internationalen Häusern der Kette. Pro Monat kostet mich die Mitgliedschaft also 100 Euro. Vorher habe ich für ein mittelmäßiges Büro in Mitte in einer unprofessionell gemanagten Bürogemeinschaft, die es in Berlin leider zu Dutzenden<span id="more-129"></span> gibt, 400 Euro pro Monat bezahlt und mich geärgert. Soho House bietet mir die Möglichkeit in relaxter Atmosphäre zu arbeiten (vor allem wenn mir zu Hause mal die Decke auf den Kopf fällt), man kann separate Räume anmieten, um Kunden-Meetings abzuhalten, ich kann das Gym benutzen (gute Gyms alleine kosten ja schon fast 100 Euro pro Monat), es gibt Pre-Screenings in einem charmanten 36-Plätze-Kino, Lesungen, Parties, ordentliches Essen zu sehr vernünftigen Preisen rund um die Uhr und eine Dachterrasse to die for. In den 2 Wochen seit Eröffnung habe ich schon zig Geschäfts-Treffen hier gehabt, die Leute sind begeistert, vom Stil,  Angebot, dem Blick auf die Stadt (Alex, Rotes Rathaus) und von der Internationalität. An Leuten trifft man einen Querschnitt der Kreativitätswirtschaft: Medien (auch Spiegel-Redakteure habe ich schon gesichtet und die schienen sich sichtlich wohlzufühlen), Design, Mode, Marketing, Film, Architektur etc. Und das in allen Altersstufen. Es mixen sich Leute, die sonst in der Fülle und Vielfalt kaum aufeinander stoßen würden.<br />
Vor allem aber sind viele verblüfft über den exzellenten Service, der so gar nicht aufgesetzt ist und von dem man sich fragt, warum in aller Welt kein anderer Ort in Berlin das bislang hinbekommen hat. Das Personal, das teils aus London stammt und dort in großen Hotels und Bars gearbeitet hat, ist professionell und lässig-freundlich zugleich. Die Aufmerksamkeit dem Gast gegenüber kommt immer natürlich und herzlich rüber, man unterhält sich schon nach wenigen Besuchen wie mit alten Bekannten.<br />
Kurzum. Soho House hat etwas nach Berlin gebracht, was es vorher nicht gab und hier definitiv gefehlt hat, nämlich Business-Atmosphäre, die Spaß macht und sich an erwachsene Leute richtet. Eine offene, lockere Begegnungskultur. Die Voraussetzung, das Konzept voll auszukosten, ist einfach: Selbst offen, locker und neugierig auf Menschen sein.</p>
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		<title>Zalando, auch Schuh-Service will gelernt sein</title>
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		<pubDate>Mon, 24 May 2010 20:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zalando ist ein attraktiver Schuh- und Fashionstore im Netz, doch nicht irgendeiner. Zum einen gehören zu den Investoren die Samwer Brüder, zum anderen ist das Vorbild der Kultstore Zappos aus den USA.
Für den Serviceblogger ist aber vor allen interessant, das Zalando nach eigenen Aussagen &#8220;einen hervorragenden Service&#8221; bietet. Dieser kann aber bei den umfangreichen Marketingaktionen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zalando.de">Zalando</a> ist ein attraktiver Schuh- und Fashionstore im Netz, doch nicht irgendeiner. Zum einen gehören zu den Investoren die <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/samwers-starten-mit-eff-fund-zalando-ein-zappos-copy-cat/">Samwer Brüder</a>, zum anderen ist das Vorbild der Kultstore <a href="http://www.zappos.com">Zappos</a> aus den USA.</p>
<p>Für den Serviceblogger ist aber vor allen interessant, das Zalando nach eigenen Aussagen &#8220;einen hervorragenden Service&#8221; bietet. Dieser kann aber bei den umfangreichen Marketingaktionen schon einmal unter die Räder kommen. So berichtet mein Freund Max, das er einen 50 Euro Gutschein von Zalando erhalten hat und diesen dann bei einen Einkauf einlösen wollte. Leider war dieser Gutscheincode aber &#8220;ungültig&#8221;. Nun bemüht er sich um einen neuen Code:</p>
<p>&#8220;Daraufhin habe ich in SEHR nettem Ton mit 2-3 Kollegen im Service-Chat gesprochen, die mir wörtlich &#8220;versprochen&#8221; haben, dass das Problem innerhalb von 1-2 Tagen gelöst sein wird und ich einen neuen Code bekomme (ist ja eigentlich auch nicht so kompliziert). Diese Woche, nachdem ich jetzt schon mit ca. 6 Leuten gesprochen habe, habe ich mich auf deren facebook Page (http://www.facebook.com/home.php?#!/zalando?ref=ts) über den Service beschwert &#8211; meine Kommentare wurde leider recht schnell wieder gelöscht.</p>
<p><span id="more-125"></span></p>
<p>Heute wollte ich mich noch mal recht freundlich erkundigen, wie und wann ich meinen Code bekomme:</p>
<p>Chat InformationBitte haben Sie einen Moment Geduld. Das Zalando-Team ist gleich für Sie da.</p>
<p>Chat InformationEntschuldigung. Wir sind gerade noch im Gespräch. Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick, wir sind sofort für Sie da&#8230;.See more</p>
<p>Chat InformationEntschuldigung. Wir sind gerade noch im Gespräch. Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick, wir sind sofort für Sie da.</p>
<p>Chat InformationEntschuldigung. Wir sind gerade noch im Gespräch. Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick, wir sind sofort für Sie da.</p>
<p>Chat InformationEntschuldigung. Wir sind gerade noch im Gespräch. Bitte gedulden Sie sich einen Augenblick, wir sind sofort für Sie da.</p>
<p>Chat InformationSie sprechen gerade mit &#8216;Wiebke&#8217;.</p>
<p>Wiebke: hallo</p>
<p>max: hallo wiebke,</p>
<p>max: ich wollte mal nachhorchen wie es um meinen gutscheincode aussieht</p>
<p>max: ich versuche jetzt sicherlich seit 10 tagen an einen neuen GÜLTIGEN code zu kommen und bin bisher nur vertröstet worden&#8230;</p>
<p>max: kannst du mir vielleicht weiterhelfen?</p>
<p>Wiebke: wenn sie noch keine mail erhalten haben</p>
<p>Wiebke: kann ich da auch nichts tu</p>
<p>Wiebke: n</p>
<p>max: wie kann es denn sein, dass das sooooo lange dauert`?</p>
<p>Wiebke: es ist in bearbeitung</p>
<p>Wiebke: soviel kann ich sagen</p>
<p>max: hmmm und wie lange ist der status auf &#8220;bearbeitung&#8221;?</p>
<p>Wiebke: 1-.2 wochen</p>
<p>Wiebke: in der regel</p>
<p>max: boah rspekt für einen gutscheincode bis zu 2 wochen bearbeitungszeit ist ja mal ein absolute traum!! dann mal weiter so! ich hoffe, dass ihr nicht all zu häufig gutscheine verteilt!! wird zu 1000% mein letzte und auch meine einzige bestellung bleiben!! das habt ihr ziemlich gut hinbekommen!!</p>
<p>Wiebke: alles klar</p>
<p>Wiebke: schönen tag noch</p>
<p>Chat InformationVielen Dank für Ihr Interesse! Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.</p>
<p>Falls Sie noch weitere Fragen haben sollten, können Sie mich auch direkt unter unserer kostenlosen Servicehotline 0800 240 10 20 begin_of_the_skype_highlighting              0800 240 10 20      end_of_the_skype_highlighting erreichen. Ich freue mich, von Ihnen zu hören.&#8221;</p>
<p>Jetzt mag man darüber diskutieren, ob das Problem nun am Kunden Max, an der ungeschickten Reaktion von Wiebke oder einfach an der Quelle des Übels, der Gutscheincode Technik, hapert, es zeigt aber für mich, das der Service, und das nicht nur bei Zalando, immer dann unter die Räder kommt, wenn komplexe technische Abläufe die persönliche Betreuung unmöglich machen. In diesem Sinne, bitte besser machen Zalando!</p>
<p>Nachtrag am 27.Mai: Max hat jetzt doch seine erste Bestellung laufen, er ist gespannt. Sein Kommentar: &#8220;Nach drei Wochen ist denen aufgefallen, dass es ein falscher Code war… aber ich finde das schon EXTREM nervig!&#8221;</p>
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		<title>Die Stadtmarke Frankfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 10:47:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochenende fielen mehrere 1000 Leute in Frankfurt ein. Der deutsche  Art Directors Club (ADC) war mit seinem Festival an den Main gezogen und wird zumindest die nächsten zwei Jahre dort den wichtigsten deutschen Kreativ-Wettbewerb abhalten. Viele hatten im Vorwege über die angeblich so unattraktive Hessen-Metropole gemault. Einige – besonders aus Hamburg – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Wochenende fielen mehrere 1000 Leute in Frankfurt ein. Der deutsche  Art Directors Club (ADC) war mit seinem Festival an den Main gezogen und wird zumindest die nächsten zwei Jahre dort den wichtigsten deutschen Kreativ-Wettbewerb abhalten. Viele hatten im Vorwege über die angeblich so unattraktive Hessen-Metropole gemault. Einige – besonders aus Hamburg – waren entweder gleich zu Hause geblieben oder direkt nach der Jurierung wieder gefahren.<br />
Grund genug, Frankfurt als Erlebnismarke mal unter die Lupe zu nehmen. Ich selbst habe 13 Jahre dort gelebt und gearbeitet und ehrlich gesagt, eine Art Hassliebe gepflegt. Mittlerweile komme ich gerne, nicht nur weil ich noch viele Freunde dort habe, sondern weil sich in der Stadt extrem viel getan hat die letzten Jahre. Man mag die Partei von der Oberbürgermeisterin Petra Roth mögen oder nicht, sie selbst hat viel zu dem Wandel vom hässlichen Entlein zum vielleicht nicht schönsten, aber durchaus attraktiven Schwan unter den Städtemarken beigetragen. Dennoch fühlte sie sich auch beim ADC bemüßtigt, nochmal gebetsmühlenartig die Fakten zur Stadt – internationale Ausrichtung, 60 000 Arbeitsplätze allein in der Kreativwirtschaft, wirtschaftliches Potential, zentrale Lage etc. – dem Publikum einzuhämmern.<br />
Ich finde, die Stadt kann viel selbstbewusster sein.<br />
In den letzten Jahren sind zum Beispiel viele neue, interessante Hotelkonzepte entstanden, vom Bio-Hotel Villa Orange bis hin zu stylischen Boutiquen-Hotels wie 25hours und The Pur oder dem angesagten Flemings mit Barblick auf den Eschersheimer Turm. Ebenso hat sich die Gastro-Szene erheblich erweitert. Natürlich gibt es nach wie vor die Klassiker in Form von geselligen Äppelwoi-Kneipen wie Das gemalte Haus oder Wagner‘s sowie gemütliche Bistros etwa das Operncafe und das Grössenwahn, wo früher Joschka </p>
<p><a href="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/05/frankfurt_am_main.jpg"><img src="http://service-blogger.de/wp-content/uploads/2010/05/frankfurt_am_main.jpg" alt="" title="Frankfurt am Main" width="300" height="300" class="alignnone size-full wp-image-118" /></a></p>
<p>Fischer gerne mal auftauchte. Daneben haben sich neue Läden wie die King Kamehameha Suite oder das Long Island Beach auf dem Dach des Börsen-Parkhauses mit Blick auf die Skyline etabliert. Und die Bar-Szene war schon immer ziemlich gut. Ob renommierte Läden wie die Oppenheim Bar, Die Rote Bar am Main oder nette Nachbarschafts-Hang-outs wie die Sandbar in Bornheim, es gibt kaum<span id="more-117"></span> eine Stadt mit so verschiedenen Bar-Szenen.<br />
Fast alles liegt in Laufdistanz, was sich an dem ADC-Wochenende als großer Vorteil herausstellte. Braucht man in Berlin für Wege mindestens 45 Minuten aufwärts, kommt man in Frankfurt in 10 Minuten von einem Ort zum anderen. Theater, Museen, Restaurants, Shopping – alles liegt unmittelbar beieinander. Es ist, als hätte man eben das gesamte Großstadtangebot in eine größere Kleinstadt gecruncht. Ergo: Man kann mehr machen in kürzerer Zeit.<br />
Vor diesem Hintergrund wurde das ADC-Festival an vier verschiedenen Orten in Frankfurt bespielt. Unglücklicherweise war davon das Museum für angewandte Kunst eine Total-Baustelle. Warum man nicht auf eines der anderen Museen ausgewichen ist, blieb mir ein Rätsel. Denn Alternativen hätte es genug gegeben.<br />
Dennoch tat es der Stimmung keinen Abbruch. Einige trauten sich sogar in die Innenstadt und entdeckten, dass man auf der Goethestraße mindestens so gut einkaufen kann wie am Hamburger Neuen Wall oder in der Berliner Friedrichstraße. Interessanterweise hat Apple in Frankfurt seinen ersten Flagship-Store in Deutschland eröffnet – mitten auf der Fressgasse.<br />
Zu meinem persönlichen Markenerlebnis Frankfurt gehört immer ein Besuch im Größenwahn im Nordend und im Cafe Wacker in der Nähe der Hauptwache. In beiden Läden treffen sich die Einheimischen und man kann viele Insider-Dinge über die Stadt und die Stimmung in ihr erfahren.<br />
Diesmal nicht geschafft, aber zu empfehlen ist ein Besuch der Umgebung. Man ist nämlich ruckzuck im Grünen, etwa auf dem Feldberg, im Taunus oder auch schnell mal im Spessart.<br />
Aus der Distanz lerne ich viele Dinge, die in Frankfurt selbstverständlich waren, jetzt mehr schätzen. Das ging auch einigen ADC-Besuchern so, die Berlin – bisheriger Festival-Standort – gar nicht vermisst haben.<br />
Frankfurt ist eine rauhe und schnelle Business-Stadt. Sie ist aber auch gemütlich, kleinstädtisch, vom ganz normalen Leben geprägt. Gegensätze liegen näher beieinander, werden nicht wie in anderen Städten an die Peripherie geschoben. Sie wird nicht wie Berlin ständig durch Touristen-Massen verstopft und ist weltoffener als die Hansestadt Hamburg, die sich gerne für das Tor der Welt hält und dabei vergisst, mal vor die Tür zu gehen.<br />
Alles gute Gründe, öfter in die Main-Metropole zu kommen und beim nächsten ADC die Stadt noch besser kennenzulernen.</p>
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		<title>Die Helden des Service-Alltags</title>
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		<pubDate>Sat, 08 May 2010 14:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ingeborg</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei meinen Streifzügen durch den oft so öden Alltag von schlechtem Service, wurde mir in den letzten Wochen besonders klar, wie sehr das Service-Erlebnis an einzelnen Menschen hängt. Theoretisch ist das völlig logisch, aber in der Praxis vergisst man das häufig, weil man vornehmlich auf das große Ganze achtet. Also ist diese Kolumne all jenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei meinen Streifzügen durch den oft so öden Alltag von schlechtem Service, wurde mir in den letzten Wochen besonders klar, wie sehr das Service-Erlebnis an einzelnen Menschen hängt. Theoretisch ist das völlig logisch, aber in der Praxis vergisst man das häufig, weil man vornehmlich auf das große Ganze achtet. Also ist diese Kolumne all jenen guten Geistern gewidmet, die meinen Alltag durch tollen Service bereichert und damit eine ganz besondere Bindung an ihr Unternehmen hergestellt haben.<br />
Meine erste Heldin heißt Katharina und arbeitet im SAS Radisson im Hafen von Düsseldorf. Sie arbeitet hinter der Reception und war mir schon beim ersten Mal aufgefallen, denn sie ist eine unglaubliche Mischung aus Präzision, Effizienz und Schnelligkeit und gleichzeitig schafft sie es dem Gast das Gefühl der völligen Hinwendung und Aufmerksamkeit zu geben. Ich  hatte mich für einen Kundenbesuch vor 10 Tagen dort eingemietet – vorher online via Website das Zimmer bestellt. Beim Ausschecken am nächsten Tag stellte ich fest, dass ich eine Doppelbuchung vorgenommen hatte und noch bei einem zweiten SAS Radisson ein Zimmer bestellt hatte, wo ich natürlich nicht aufgetaucht war. Katharina reagierte prompt, hatte sie doch mit dem Blinzeln eines Augenblicks meine Gasthistorie erfasst und versprach mit der Abrechnungsstelle zu sprechen. Ich war gerade in Hamburg gelandet als der Anruf von ihr kam. Die Fehlbuchung wird mir gut geschrieben. Hurra. Ich bin ein Fan von Kulanz und fand das ein fantastisches Verhalten des Hotelmanagements, denn selbstverständlich ist das nicht. War schließlich meine Blödheit, doppelt zu buchen. Und natürlich geht ein dickes Lob an Katharina, die gewohnt effizient und ohne großes Aufheben den Vorfall klärte. Ich hoffe, sie bleibt dem Hotel noch lange erhalten.</p>
<p>Einen besonders großen Platz in meinem Service-Herzen nimmt Sarkaut Zandi ein, der wohl beste Masseur von Berlin. Er hat über lange Jahre im Hyatt am Potsdamer Platz massiert und dabei auch etliche Stars der Berlinale und Besucher des ADC nach langen Tagen und Nächten wieder auf Vordermann gebracht. Nachdem ich im letzten Jahr nach Berlin gezogen war und über Wochen meinen Rücken noch nach dem Umzug spürte, landete ich unter seinen Meisterhänden. Ich kann wohl sagen, er hat meinen Rücken und noch einiges mehr gerettet. Sein Handwerk hat er von seinem Großvater im Irak gelernt, er vermischt klassische Massageelemente mit intuitivem Aufspüren von Blockaden im Körper und nahezu meditativ wirkenden Handgriffen. Man ist nach der Behandlung vor Entspannung ein bisschen lull und lall im Kopf, aber das ist ein ziemlich tolles Gefühl und schreit nach mehr. Ich glaube, mir hat noch<span id="more-112"></span> nicht mal mein langjähriger Hausarzt so eine präzise Beschreibung meines Körperzustandes gegeben wie Sarkaut Zandi nach nur einer Stunde Massage. Hinzu kommt, dass er ein weiser Beobachter ist und eine ganze Menge an praktischer Lebensweisheit gleich mit der Massage weitergibt. So dass Geist und Körper gleichermaßen nach der Massage erfrischt sind. Sarkaut Zandi behandelt private Kunden auch zu Hause. Einfach ein Mail an s.zandi@web.de schicken und Termin mit ihm machen. Erst danach, weiß man, was eine wirklich gute Massage ist.</p>
<p>Die nächsten Helden des Service-Alltags sind die Macher vom Spreegold, einem Cafe-Bistro in der Hufelandstraße am Prenzlauer Berg. Sie stellen nämlich jeden Morgen eine Karaffe frisches Wasser oft angereichert mit Minze und Zitrone und ein Dutzend Gläser auf einen Tisch vor dem Cafe mit einem kleinen Schild, dass sich Jogger einfach bedienen sollen. Man muss wissen, dass die Hufelandstrasse Laufstrecke zum Park am Friedrichshain ist und so habe ich schon viele dankbare Jogger beobachtet, die sich mal eben ein Glas Wasser genehmigten. Gut mitgedacht, liebes Spreegold-Team.</p>
<p>„Die Damen sind sich einig?“, meine Begleiterin und mich schauen zwei wache blaugraue Augen an, die die ganze Zeit zu zwinkern scheinen. Oder habe ich mir das nur eingebildet? Sie gehören zu einem ausgesprochen unterhaltsamen Kellner bei Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof. Der Mann ist nicht nur auf Zack, sondern liefert das Unterhaltungsprogramm gleich mit. „Wollen Sie nicht gleich eine große Flasche Prosecco bestellen? Dannn flutscht der Freitag nachmittag nur so“, hören wir es am Nebentisch tönen, zur Freude der Gäste, die mit meckerndem Lachen prompt vom Piccolo auf die große Flasche umsteigen. „Wenn er sie belästigt, sagen Sie mir Bescheid“, heißt es plötzlich hinter uns, als ein zweiter Kellner unsere Getränke bringt. Und wieder scheinen die Augen zu zwinkern. Meine Begleitung und ich lachen und vergessen für einen Moment die horrenden Preise auf der Speisekarte, die – Bio hin oder her – völlig ungerechtfertigt sind. Immer wieder beobachte ich den jungen Kellner, wie er wieselflink, nett und witzig, ohne unterwürfig zu sein, seine Gäste bedient. Der Mann hat Spaß an seinem Job oder ist ein unglaublicher – noch unentdeckter – Schauspieler. Tatsache ist, er prägt auf positive Art die Atmosphäre im Restaurant. Egal, ob man sich nur wie ich zum Business-Lunch nahe des Hauptbahnhofs trifft oder nach dem Museumsbesuch einen Ort der kleinen Erholung sucht. Alle Augen sind zwischendurch immer wieder auf ihn gerichtet. Er nimmt sich den Raum und die Aufmerksamkeit und schenkt sie auch gleichzeitig zurück. Ich habe vergessen, ihn nach seinem Namen zu fragen. Aber wenn Sie bei Sarah Wiener im Hamburger Bahnhof sind und er hat Schicht, werden Sie sofort wissen, wen ich meine. Achten Sie einfach darauf, wo an Gästetischen bei einem Kellner gelacht wird und auf natürlich auf die blaugrauen zwinkernden Augen.</p>
<p>Mein letzter Held des Service-Alltags für heute ist der Besitzer vom Zeitungskiosk in der Hufelandstraße – Till Hohenschwert, was schon mal ein Supername ist. Nicht nur, dass er jeden Tag von 7 bis 19 Uhr ohne Murren in seinem aufgeräumten Kiosk steht, was ich schon mal für eine echte Glanzleistung halte. Er ist darüber hinaus mit Sicherheit der bestinformierteste Mann des Viertels, laufen bei ihm doch häufig Kultur- und Nachrichtensendungen im Radio, von denen man sich immer wünscht, man hätte selbst die Zeit und Muße, sie zu hören. Herr Hohenschwert ist sehr diskret, aber man kann trotzdem prima mit ihm über Schlagzeilen des Tages ablästern und sich über Sinn und Unsinn bestimmter Zeitungen austauschen. Mein Zeitungsgeschmack ist sehr ekklektisch. Das liegt zum einen am breiten Portfolio meiner Kunden – von Hardcore-Wirtschaft bis zum Design- und Wohnsegment, zum anderen aber auch an meinem eigenwilligen Geschmack. Ich kaufe jeden Tag Handelsblatt, Bild und FTD und ergänze durch solche allgemein akzeptieren Zeitungen wie Brand Eins, Wirtschaftswoche, WamS, Spiegel oder Manager Magazin. Donnerstags ist allerdings der Tag, an dem Herr Hohenschwert bei mir Nachsicht üben muss.Er lässt sich nichts anmerken, wenn ich in einem Medienblutrausch das Regal von Bunte, OK über Intouch bis zu Grazia leerfege und auf meinen üblichen Zeitungshaufen draufpacke. Nur einmal meinte er, man brauche eben auch mal was zu Entspannung und dass er dafür den Kicker lese. Ich schlug etwas beschämt die Augen nieder, gleichzeitig fühlte mich aber sehr verstanden. Donnerstag ist eben Fastfood-Medien-Tag und läutet halb das Wochenende ein. Denn Donnerstag und Freitag wird die ernsthafte Lektüre am Bett zur Seite gepackt, stattdessen sitze ich mit hochroten Ohren und lese eben Gala, Intouch und Bunte. Dabei ziehe ich zwischendurch die Bettdecke hoch bis zur Nase, weil mir Vieles so peinlich ist, was ich lese und gleichzeitig kann ich es aber nicht lassen…<br />
Neulich hatte ich mich ausgeschlossen, das Handy lag auch in der Wohnung. Also ging ich zur Herrn Hohenschwert und bat ihn, mir ein Taxi zu rufen, denn immerhin hatte ich den Büroschlüssel noch im Mantel und im Büro lag ein Ersatzschlüssel. Herr Hohenschwert bot mir sogar an, das Taxigeld auszulegen, ich war berührt. Denn auf dem harten Pflaster von Berlin sind solche menschlichen Gesten eher selten. Also bin ich wirklich sehr, sehr froh über einige der guten Service-Geister, die mir das Einleben in Berlin ein bisschen einfacher machen.</p>
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